Sicherung und Ausbau der Versorgungsqualität
Die HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, ist das größte Krankenhaus der hessischen Landeshauptstadt. Ein breites Leistungsspektrum zeichnet das Haus der Maximalversorgung (höchste Versorgungsstufe) dabei ebenso aus wie das hohe Renommee der einzelnen Disziplinen. Die Erfahrung der HSK in der Hochleistungsmedizin wird auch von anderen Krankenhäusern geschätzt. Zahlreiche Kooperationen und Managementverträge sprechen für die Erfahrung und Stärke der HSK Gruppe. Das hohe Qualitätsbewusstsein der HSK wurde durch eine Reihe von Auszeichnungen gewürdigt. Unter anderem wurde die HSK, Dr. Horst Schmidt Klinik als erstes Krankenhaus der Zentralversorgung in Hessen und als zweites Krankenhaus bundesweit mit der so genannten KTQ Zertifizierung ausgezeichnet. Das KTQ-Verfahren (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) unterzieht das interne Qualitätsmanagement einer detaillierten Begutachtung. Damit können zum einen Behandlungs- oder Betreuungs-Prozesse effizienter gestaltet werden. Auch die Einbeziehung der Angehörigen, ethische Aspekte und der Umgang mit den Mitarbeitern verbessern sich in einem kontinuierlichen Prozess. Durch den KTQ-Qualitätsbericht wird Transparenz für Patienten, Bewohner, Angehörige, Ärzte und andere Berufsgruppen sowie Krankenkassen geschaffen.
Die HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH (HSK GmbH) auf einen Blick
Die HSK verfügt derzeit über 990 vollstationäre und 37 teilstationäre Planbetten. Sie ist zudem akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die HSK Rhein-Main GmbH hält 94,9 % des Stammkapitals an der HSK GmbH. Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist zu 5,1 % an der HSK GmbH beteiligt. Darüber hinaus hält die HSK Rhein-Main GmbH jeweils 100 % des Stammkapitals an der HSK ServiceGesellschaft mbH, der HSK Ambulante Therapie und Management GmbH sowie der HSK Pflege GmbH.
„Gesunde Zukunft HSK“
Vor dem Hintergrund der aktuellen und künftigen Herausforderungen des Gesundheitswesens sowie der wirtschaftlich schwierigen Situation der HSK wurde im Frühjahr 2011 der Prozess „Gesunde Zukunft HSK“ initiiert. Bereits der Name des Prozesses beschreibt dessen umfassende Zielsetzungen: Zu diesen zählt die nachhaltige Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität sowie des außerordentlichen Niveaus der medizinischen und pflegerischen Versorgung und eines verantwortungsbewussten Personalkonzeptes. Langfristig gelte es, wie Holger Strehlau, Sprecher der Geschäftsführung der HSK Rhein-Main GmbH, zusammenfassend erläutert, „die HSK als ein Modell der Hochleistungsmedizin neben den Universitätskliniken zu etablieren. Mit dem im Mai verabschiedeten Koalitionsvertrag von CDU und SPD ist eines klar: Die „Gesunde Zukunft HSK“ soll im Rahmen einer strategischen Partnerschaft realisiert werden.
Politische Weichenstellungen
Zur nachhaltigen Sicherung der medizinischen Versorgung sind bereits im Koalitionsvertrag von CDU und SPD die Notwendigkeit einer finanziellen Konsolidierung und umfassender Investitionen in Medizin- und Haustechnik konstatiert worden.
Ein weiteres wichtiges Thema in diesem Zusammenhang: die Gebäudesubstanz. Unter den Gesichtspunkten von Baukosten, Zeitdauer, einwerbbaren Fördermitteln und durch bauliche Optimierung erzielbaren Effizienzgewinnen präferieren die Stadtverordneten der Landeshauptstadt Wiesbaden einen Neubau gegenüber einer Sanierungslösung.
Strategische Partnerschaft als Minderheitsbeteiligung
Die politischen Entscheidungsträger hatten zugleich klar die Koordinaten für die angestrebte Partnerschaft abgesteckt: Verwirklicht werden soll eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49 Prozent. Dabei bleibt die Stadt Wiesbaden Mehrheitsgesellschafter des Krankenhauses und verfügt dauerhaft über maßgeblichen Einfluss bei Strukturentscheidungen. Neue Wege beschreitet die Stadt in diesem Zusammenhang auch in der Kommunikation. Der Stadtverordnetenbeschluss sieht eine Einbindung der Mitarbeiterschaft in den gesamten Entscheidungsprozess, insbesondere im Hinblick auf die Auswahl des künftigen Partners, vor.
Im Dialog zur besten Lösung
Im Prozess „Gesunde Zukunft HSK“ werden wesentlich beteiligten Zielgruppen wie Mitarbeiter, politische Entscheidungsträger und sonstige Interessensgruppen aktiv eingebunden. Auch die Bevölkerung soll transparent und kontinuierlich informiert werden. Ziel ist es, durch die Einbeziehung der Mitarbeiterschaft wichtige Impulse für eine zukünftige Positionierung der HSK sowie zur Ausgestaltung der angestrebten Partnerschaft zu erhalten. Unterstützt wird die HSK in diesem Kommunikationsprozess von der Wiesbadener RCC Agentur für integrierte Kommunikation, die ein eigenes Modell der Dialogkommunikation entwickelt hat.
Holger Strehlau erläutert die Entscheidung für eine umfassende Einbindung der Mitarbeiterschaft: „Unsere Mitarbeiter sind, da sie den Klinikalltag täglich erleben und gestalten, Experten für die Gestaltung einer gesunden Zukunft unseres Hauses. Ihre Meinung, ihre Erfahrung und ihr Wissen sind deshalb eine wichtige Basis, um bei der Realisierung einer strategischen Partnerschaft die bestmögliche Lösung zu erzielen.“
Stufe 1 Mitarbeiterbefragung (Vollbefragung/Einzelinterviews) und Experteninterviews
Am Anfang des Dialogprozesses stand eine umfassende Mitarbeiterbefragung, die alle Angestellten der HSK Gruppe in die Diskussion über die Zukunft einbezogen hatte. Themenschwerpunkte der Befragung waren unter anderem die Identifikation von Stärken und Verbesserungspotenzialen hinsichtlich der Zusammenarbeit/Interaktion, der Außendarstellung und Zielgruppenansprache, der Patientenversorgung sowie die Benennung von Entwicklungsmöglichkeiten für eine gesunde Zukunft der HSK. Die Ergebnisse wurden im Anschluss durch Einzelinterviews mit Mitarbeitern verschiedener Dienstgruppen vertieft. Die hier gewonnene Faktenbasis, die sowohl Einschätzungen des Status quo als auch künftige Entwicklungspotenziale skizziert, stellt die Basis für das in Stufe 2 geplante Symposium dar.
Ergänzt wird diese Innensicht zudem durch eine Reihe von Expertenbefragungen, welche die Bedeutung der HSK und mögliche Positionierungsansätze am Standort Wiesbaden beleuchtet.
Stufe 2 Symposium
Die in Stufe 1 gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem für September geplanten Symposium ganz im Zeichen einer breiten Bürgerbeteiligung und vor dem Hintergrund der Suche nach einem strategischen Partner lösungsorientiert diskutiert werden. Zielsetzung des Symposiums ist es dabei, erfolgversprechende Schwerpunkte und Fokusthemen zu erarbeiten, die bei der Auswahl eines strategischen Partners berücksichtigt werden sollten.
Stufe 3 Dialogforen
Weitere Impulse zur Detaillierung der angestrebten Partnerschaft werden in den für kommenden Herbst geplanten Dialogforen erarbeitet.
Über das Intranet sowie einen eigens ins Leben gerufenen Flyer werden die HSK Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich zum Fortgang des Projekts „Gesunde Zukunft HSK“ informiert. Alle anderen Interessierten finden aktuelle Informationen, Hintergrundwissen und wichtige Termine auf dieser Webseite gebündelt.


